Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch, meist innerhalb der ersten fünf Minuten: Was kostet so ein Video eigentlich? Die ehrliche Antwort beginnt mit einer Gegenfrage — nämlich, ob Sie wirklich nur ein Video brauchen. Denn fast niemand, der ein Objekt an der Costa del Sol vermarktet, kommt am Ende mit einem Video allein aus.
Trotzdem verdient die Frage eine klare Antwort. Also: hier sind die Marktpreise, hier ist, was den Preis nach oben treibt, und hier ist, was es bei uns kostet — inklusive der Stellen, an denen wir nicht der günstigste Anbieter sind.

Die kurze Antwort: die Marktpreise
Ein Immobilienvideo kostet in Spanien zwischen 150 und 250 €, abhängig von der Länge. Übliche Staffelung bei spezialisierten Anbietern: bis eine Minute rund 150 €, bis zwei Minuten rund 200 €, bis drei Minuten rund 250 € je Objekt (Tramitame, 2026). Anfahrt und höhere Ansprüche an Ausstattung oder Schnitt kommen obendrauf.
Zur Einordnung die übrigen Leistungen, die zu einem vollständig aufbereiteten Objekt gehören:
- Fotografie: Tarife zwischen 70 und 395 €, im Mittel etwa 140 €, üblicher Korridor 80 bis 300 € (Cronoshare, 2026; für Madrid nennt Zaask 80 bis 215 € je Paket). Achten Sie dabei auf den Umfang: Basispakete enthalten meist nur 10 bis 12 Bilder, umfangreichere bis zu 40. Bei 140 € für elf Bilder zahlen Sie rechnerisch rund 13 € je Bild.
- 360°-Tour: ab etwa 50 €, plus rund 5 € je zusätzlichem Aufnahmepunkt (Cronoshare, 2026). Bei zwanzig Punkten landen Sie also grob bei 150 €.
- Express-Lieferung unter 24 Stunden kostet marktüblich 25 bis 50 % Aufschlag.
Und warum internationale Preislisten in die Irre führen: Wer auf Englisch recherchiert, stößt schnell auf ganz andere Zahlen — 300 bis 1.000 US-Dollar für ein Standard-Listing-Video, 1.000 bis 1.500 für eine cinematische Fassung mit Drohne, ab 1.500 und teils über 3.000 für Luxusobjekte (RoomLift, 2026). Das sind überwiegend US-Marktpreise. Sie taugen als Hinweis darauf, was aufwendige Produktionen kosten können, aber nicht als Maßstab für ein Angebot in Málaga.
Was das für Ihr Marketing heißt. Wenn Ihnen jemand ein Immobilienvideo für 80 € anbietet, bekommen Sie vermutlich einen Handykamera-Rundgang mit Musik darunter. Wenn jemand 1.500 € aufruft, verkauft er Ihnen eine Produktion, die für Ihr Objekt womöglich überdimensioniert ist. Der brauchbare Korridor an dieser Küste liegt dazwischen — und der Rest ist eine Frage des Umfangs, nicht des Stundensatzes.
Warum der Einzelpreis die falsche Frage ist
Rechnen wir ein durchschnittliches Objekt einmal vollständig durch. Was braucht ein Exposé, das auf Idealista, auf Ihrer eigenen Website und in einer Verkaufsunterlage gleichermaßen funktioniert?
Professionelle Fotos. Ein Video. Eine 360°-Tour, weil ein erheblicher Teil der Interessenten nicht vor Ort ist. Luftaufnahmen, wenn Lage oder Umgebung ein Verkaufsargument sind. Und einen Grundriss, den die Portale sauber anzeigen.
Allein die drei Posten, für die es belastbare Marktzahlen gibt, summieren sich auf rund 490 €: Fotografie 140, Video 200, Tour 150. Für Drohnenaufnahmen und Grundrisse gibt es keine vergleichbar sauberen Durchschnittswerte — beides wird meist projektbezogen kalkuliert. Realistisch landen Sie bei einem vollständig aufbereiteten Objekt bei 700 bis 800 €.
Das ist die eine Hälfte der Rechnung. Die andere steht in keiner Preisliste: Diese Summe verteilt sich typischerweise auf drei bis fünf verschiedene Dienstleister. Das bedeutet drei bis fünf Terminvereinbarungen mit dem Eigentümer oder Mieter, drei bis fünf Abstimmungen, drei bis fünf Rechnungen — und am Ende Material, das nicht zusammenpasst. Die Fotos sind warm getont, das Video kühl. Die Drohnenaufnahme stammt von einem anderen Tag mit anderem Wetter. Der Grundriss hat eine eigene Farbwelt.
Bei einem Objekt ist das ärgerlich. Bei acht Einheiten einer Anlage wird es zu einem Koordinationsproblem, das Sie Arbeitszeit kostet, die in keiner Kalkulation auftaucht.
Was das für Ihr Marketing heißt. Vergleichen Sie nicht Stundensätze, sondern die Kosten je vollständig vermarktetem Objekt — inklusive Ihrer eigenen Koordinationszeit. Diese Zahl entscheidet, nicht der Preis für das einzelne Video.
Was den Preis wirklich treibt
Wenn Sie Angebote vergleichen, sind das die sechs Punkte, die den Unterschied ausmachen:
- Objektgröße und Aufnahmedauer. Eine Villa mit Garten, Pool und drei Ebenen braucht ein Vielfaches der Zeit eines Apartments. Die meisten Preislisten beziehen sich deshalb auf ein „Standardobjekt" — fragen Sie nach, wo dessen Grenze liegt und was jenseits davon berechnet wird. Wir machen diese Unterscheidung bewusst nicht: Bei uns kostet ein Apartment so viel wie eine Villa, und wir fotografieren so lange, wie das Objekt es braucht.
- Drohne und Fluggenehmigung. Luftaufnahmen sind in Spanien genehmigungspflichtig und setzen einen lizenzierten Piloten mit Haftpflichtversicherung voraus. Wer das deutlich billiger anbietet als der Markt, arbeitet möglicherweise ohne beides. Im Zweifel nach Lizenz und Versicherungsnachweis fragen.
- Länge und Schnitttiefe. Zwei Minuten kosten mehr als eine — aber nicht wegen der Drehzeit, sondern wegen des Schnitts. Farbkorrektur, Musiklizenz, Intro und Outro machen den Hauptteil des Aufwands aus.
- Nutzungsrechte. Der Punkt, der am häufigsten übersehen wird. Klären Sie vorab, ob Sie das Material auch für Portale, Social Media, Print und Verkaufsunterlagen verwenden dürfen — und ob zeitlich begrenzt. Nachträgliche Lizenzerweiterungen sind teuer.
- Express-Zuschläge. Marktüblich sind 25 bis 50 % Aufschlag für Lieferung unter 24 Stunden. Wer seine Vermarktung eine Woche vorausplant, spart diesen Posten vollständig.
- Einmalig oder wiederkehrend. Der größte Hebel. Wer regelmäßig Objekte aufnehmen lässt, zahlt bei praktisch jedem Anbieter deutlich weniger je Einheit als bei einer Einzelbuchung.
Ein Faktor, der in Preisgesprächen überschätzt wird, ist die Kamera. Für Social-Media-Formate und schnelle Objektvideos drehen wir auch mit iPhone Pro und Gimbal — professionell geführt, nicht aus der Hand. Der Unterschied zwischen einem brauchbaren und einem guten Objektvideo entsteht bei der Bildgestaltung, der Kameraführung und dem Schnitt, nicht am Gehäuse. Unser Fotograf Andrés fotografiert seit über dreißig Jahren Immobilien an der Costa del Sol; er weiß bei jedem Objekt, aus welcher Ecke der Raum größer wirkt und zu welcher Tageszeit die Terrasse ihr bestes Licht hat. Das ist der Posten, der den Unterschied macht — und der einzige, den Sie bei einem billigen Angebot nicht mitkaufen.

Wie wir rechnen: ein Credit je Leistung
Wir haben die Einzelpreise abgeschafft, weil sie genau die Denkweise fördern, gegen die dieser Artikel argumentiert. Stattdessen kostet jede Leistung einen Credit, und Sie kombinieren frei.
| Leistung | Credits | Umfang |
|---|---|---|
| Fotografie | 1 | Komplette Session, HDR-Bearbeitung, in der Regel rund 30 finale Bilder — bei größeren Objekten so viele wie nötig |
| Video | 1 | 1 bis 2 Minuten, Musik, Intro und Outro mit Ihrem Logo, hohe und niedrige Auflösung |
| 360°-Tour | 1 | ADS Tour System, bis 20 Panoramen, freie Navigation. Online bis zu 24 Monate, zwei Links mit und ohne Ihr Branding, portalkompatibel |
| Drohne | 1 | Luftbild und -video, lizenzierter Pilot mit Haftpflichtversicherung |
| Grundriss | ½–1 | 2D, 97 % Genauigkeit, druckfertig und portalkompatibel |
Die Credits kaufen Sie im Paket. Je größer das Paket, desto niedriger der Preis je Credit:
| Paket | Preis | je Credit | Passend für |
|---|---|---|---|
| 1 Credit | 250 € | 250 € | Einzelleistung oder erster Test |
| 5 Credits | 1.000 € | 200 € | Ein Objekt vollständig oder mehrere einzeln |
| 10 Credits | 1.800 € | 180 € | Projekt mit 5 bis 8 Einheiten |
| 20 Credits | 3.000 € | 150 € | Aktive Agenturen, Projekte ab 10 Einheiten |
Alle Preise zuzüglich 21 % MwSt. Preisstand 2026.
Ein Rechenbeispiel. Ein vollständig aufbereitetes Standardobjekt — Fotos, Video, 360°-Tour, Drohne und Grundriss — kostet rund fünf Credits. Im 20er-Paket sind das 750 € je Objekt. Das Paket deckt damit vier komplett aufbereitete Objekte ab, oder bis zu zehn im schlankeren Format „Fotos plus Tour".
Die Credits sind ab Kauf zwölf Monate gültig. Sie müssen also nicht die gesamte Saison im Voraus planen oder ein Paket verfallen sehen, weil ein Projekt sich verschiebt — Sie rufen ab, wenn ein Objekt so weit ist.
Und jetzt der Teil, den Sie in Preislisten selten finden: Wo wir nicht der günstigste Anbieter sind.
Buchen Sie bei uns ein einzelnes Video, zahlen Sie 250 €. Ein spezialisierter Videofilmer in Spanien macht das für rund 200 €. Wenn Sie genau ein Video für genau ein Objekt brauchen und sonst nichts, sind Sie dort günstiger — und wir sagen Ihnen das auch im Gespräch.
Unser Vorteil entsteht im Bündel. Die 750 € für ein vollständig aufbereitetes Objekt liegen etwa gleichauf mit der Summe der Einzelleistungen am Markt. Sie bekommen dafür aber einen Termin statt vier, einen Ansprechpartner statt vier, eine Rechnung statt vier — und Material, das aus einer Hand kommt und deshalb zusammenpasst. Wie das aussieht, sehen Sie in unserem Portfolio.
Auch beim Umfang lohnt der genaue Blick: Eine Fotosession bei uns liefert in der Regel rund 30 finale Bilder — bei größeren Objekten entsprechend mehr, ohne dass sich der Preis ändert. Basispakete am Markt liegen meist bei 10 bis 12. Schon bei 30 Bildern entspricht ein Credit im 20er-Paket rund 5 € je Bild gegenüber etwa 13 € bei einem durchschnittlichen Marktpaket. Bei einem Objekt fällt das kaum auf. Über eine Anlage mit zehn Einheiten wird daraus ein spürbarer Unterschied.
Der Punkt, der am häufigsten übersehen wird, ist die 360°-Tour. Bei den meisten Anbietern ist die Tour ein Abo: Die gängigen Plattformen rechnen nach der Zahl gleichzeitig aktiver Objekte ab, und wenn die Zahlung endet, verschwindet die Tour aus dem Netz. In Spanien sind bei Matterport-Produktionen üblicherweise sechs Monate Hosting enthalten; danach wird die Verlängerung separat berechnet (Somos Volantis; Übersicht der Matterport-Tarife). Bei einer Vermarktungsdauer von neun bis zwölf Monaten heißt das: Die Tour geht offline, während das Objekt noch im Verkauf ist.
Bei uns ist die Online-Version im Credit enthalten. Die Tour bleibt so lange erreichbar, wie Sie es möchten, bis zu 24 Monate — kein Abo, keine Verlängerungsgebühr, keine Reaktivierung. Sie bekommen außerdem zwei Links: einen mit Ihrem Agentur-Branding für die eigene Website und Ihre Verkaufsunterlagen, und einen neutralen ohne Branding für Portale und für die Weitergabe an mitverkaufende Kollegen. Das System ist mit den gängigen Portalen kompatibel, Idealista und Fotocasa eingeschlossen.
Was sich 2026 rechnet
Diese Rechnung steht nicht im luftleeren Raum. Der Markt an dieser Küste hat sich verschoben, und das verändert, wie viel gutes Material wert ist.
Die Provinz Málaga verzeichnete im ersten Quartal 2026 rund 9,3 % weniger Verkäufe als im Vorjahr (El Debate, 2026). Gleichzeitig wuchsen die Käufe durch Ausländer im zweiten Quartal um rund 11 %, während die Käufe durch Spanier zurückgingen (idealista, 2026). Und die Klickpreise in der Immobilienwerbung sind 2026 stärker gestiegen als in jeder anderen Branche.
Für Ihre Kalkulation heißt das dreierlei. Es gibt weniger Abschlüsse, also wiegt jede ernsthafte Anfrage schwerer. Der wachsende Teil der Nachfrage sitzt im Ausland und entscheidet über das Material, nicht über die Besichtigung. Und Sichtbarkeit einzukaufen wird teurer, während bessere Aufbereitung im Preis stabil bleibt.
Wir haben ausführlicher aufgeschrieben, was das für die Verteilung eines Marketingbudgets bedeutet — inklusive der Fälle, in denen unsere eigenen Leistungen die falsche Antwort sind: Jenseits von Digital: Print ist eine Budgetentscheidung, kein Glaubenssatz.
Fazit
Ein Immobilienvideo kostet an der Costa del Sol zwischen 150 und 250 €, bei uns 250 € einzeln und 150 € im größten Paket. Aber das ist selten die Zahl, die Ihre Entscheidung tragen sollte.
Die nützlichere Zahl ist, was ein vollständig vermarktetes Objekt kostet, wie oft Sie das im Jahr brauchen und wie viel Ihrer eigenen Zeit in der Koordination steckt. Wer so rechnet, kommt fast immer zu einem anderen — und meistens günstigeren — Ergebnis als beim Vergleich einzelner Positionen.
Zwei Wege, das konkret zu machen:
Marktupdates abonnieren. Alle zwei Wochen schreiben wir auf, was in diesem Markt passiert und was das für Marketingentscheidungen bedeutet — mit Quellen und offengelegtem Rechenweg. Das Formular finden Sie am Fuß dieser Seite, abbestellen können Sie mit einem Klick.
Oder wir rechnen Ihr Projekt gemeinsam durch. Sagen Sie uns, wie viele Objekte Sie in den nächsten zwölf Monaten vermarkten und in welchem Umfang — dann bekommen Sie eine konkrete Zahl statt einer Preisspanne. Fünfzehn Minuten am Telefon reichen dafür. Sie erhalten anschließend eine schriftliche Kalkulation, die zu nichts verpflichtet und keine Frist hat. Wenn sich dabei herausstellt, dass ein Einzelanbieter für Ihren Fall günstiger ist, sagen wir Ihnen das. Hier Kontakt aufnehmen, oder sehen Sie sich zuerst unsere Foto- und Videoleistungen im Überblick an.
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Quellen
- Tramitame — Preisrechner Immobilienvideo (Spanien, 2026)
- Cronoshare — Was kostet ein Immobilienfotograf? und Zaask — Preise Immobilienfotografie (Spanien, 2026)
- Cronoshare — Was kostet eine 360°-Tour? (Spanien, 2026)
- Somos Volantis — Was eine Matterport-Tour kostet und was enthalten ist und Travvir — Matterport Pricing Explained (Hosting-Modell und Verlängerung, 2026)
- RoomLift — Real Estate Videography Pricing 2026 und Hill Property Media — Pricing Guide 2026 (internationale Benchmarks)
- El Debate — Verkäufe Málaga, 1. Quartal 2026
- idealista — Käufe durch Ausländer, 2. Quartal 2026