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Bei den registrierten Wohnungskäufen in Spanien liegen Deutsche unter den ausländischen Nationalitäten auf Platz 3. Bei den Hypothekenanfragen von Ausländern liegen sie auf Platz 1. Dieser Unterschied deutet darauf hin, wie dieser Käufer vorgeht: Er rechnet früh. Finanzierung, Nebenkosten und Steuern beschäftigen ihn, bevor er eine Agentur anruft.

Für Agenturen und Bauträger an der Costa del Sol ist die Konsequenz unbequem. Mit wem ein deutscher Käufer spricht, entscheidet sich oft in einer Recherche, die Ihr Vertrieb nie zu sehen bekommt. Findet er in dieser Phase keine klaren Antworten auf Deutsch, lehnt er Sie nicht ab. Er fragt gar nicht erst an.

Sie sprechen Deutsch – aber erreichen Ihre Unterlagen den Käufer, bevor er anruft? Dieser Beitrag ordnet die aktuellen Zahlen ein und zeigt, wo Ihr Marketing für Käufer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ansetzen sollte. Den Überblick über alle Nationalitäten finden Sie in unserem Beitrag Wie Promotoren internationale Käufer wirklich erreichen.

Schreibtisch mit Laptop, gedrucktem Immobilien-Exposé und Kostencheckliste
Vor dem ersten Kontakt hat der deutsche Käufer schon gerechnet. (KI-generiertes Bild)

Wo DACH-Käufer im Markt stehen

Im 2. Quartal 2026 gingen 15,98 % aller in Spanien registrierten Wohnungskäufe an Ausländer – der höchste Wert der Reihe, so das Colegio de Registradores. In der Provinz Málaga war es mehr als jeder dritte Kauf: 37,01 %.

An der Spitze der Nationalitäten liegen die Werte eng beieinander. Briten kommen auf 6,99 %, Niederländer auf 6,94 %, Deutsche auf 6,11 % der Auslandskäufe. Österreicher und Schweizer weist die Statistik nicht unter den größten Gruppen aus. In den Hypothekendaten tauchen sie dafür umso deutlicher auf.

Dazu eine Zahl, die zunächst wenig mit Immobilien zu tun hat: 2025 kamen laut INE 12,0 Millionen Urlauber aus Deutschland nach Spanien, so viele wie nie zuvor. Für viele spätere Käufer beginnt der Kontakt mit der Region als Gast.

Was das für Ihr Marketing heißt

Es gibt zwei Kontaktfenster. Das erste liegt hier vor Ort: im Urlaub, im Restaurant, an der Hotelrezeption, auf dem Golfplatz. Das zweite liegt zuhause, Wochen oder Monate später, am Bildschirm. Wer nur auf den großen Portalen präsent ist, deckt keines davon vollständig ab. Vor Ort fehlt die physische Präsenz, zuhause der deutschsprachige Kontext, der aus einem Inserat eine Entscheidungsgrundlage macht.

Finanzierung zuerst: was die Hypothekendaten zeigen

Beim Vermittler idealista/hipotecas kamen im 2. Quartal 2026 15,6 % aller Hypothekenanfragen von Nichtresidenten aus Deutschland – Platz 1, wie schon im 3. Quartal 2025. Die Schweiz folgt mit 9,4 % auf Platz 3, hinter Großbritannien (10,6 %). Nach Andalusien gingen 19,9 % dieser ausländischen Anfragen, nur die Comunidad Valenciana lag höher.

Hypothekenanfragen von Nichtresidenten nach Nationalität, 2. Quartal 2026

Deutschland15,6 %
Großbritannien10,6 %
Schweiz9,4 %
Frankreich9,1 %
Niederlande8,3 %
Anteil an den Hypothekenanfragen von Nichtresidenten, 2. Quartal 2026. Quelle: idealista/hipotecas.

Zur Einordnung: Das sind Anfragen bei einem Vermittler, keine abgeschlossenen Käufe. Die Grundgesamtheit ist eine andere als bei den Registradores-Daten, die Prozentwerte lassen sich nicht direkt vergleichen. Die Rangfolge ist trotzdem ein Signal: Für deutsche Käufer ist die Finanzierung früh ein Thema. Mit der Schweiz steht zudem ein zweiter deutschsprachiger Markt weit oben.

Was das für Ihr Marketing heißt

Kosten, Nebenkosten und Finanzierung gehören in die ersten Unterlagen, nicht ins dritte Gespräch. Wer eine Finanzierung plant, braucht früh belastbare Zahlen zu Kaufpreis, Steuern, Notar und Grundbuch sowie zu den laufenden Kosten. Findet er sie bei Ihnen nicht, sucht er sie woanders – und stößt dort womöglich auf ein anderes Objekt. Ein deutschsprachiger Anwalt oder Finanzierungsberater an Ihrer Seite ist deshalb kein Zusatzservice. Er ist ein Verkaufsargument.

Die Sprache entscheidet vor dem ersten Kontakt

Eine internationale Studie von CSA Research unter 8.709 Konsumenten in 29 Ländern kam zu dem Ergebnis: 76 % kaufen lieber, wenn die Informationen in ihrer Muttersprache vorliegen, 40 % kaufen nie auf Websites in einer anderen Sprache. Die Studie bezieht sich auf Online-Käufe allgemein, nicht auf Immobilien. Für einen Immobilienkauf ist sie kein Beleg, aber ein deutlicher Hinweis.

Was das für Ihr Marketing heißt

Englisch ist für diese Zielgruppe nicht die neutrale Lösung. Viele deutsche Käufer lesen ein englisches Exposé problemlos – und vergleichen es dann mit dem nächsten Angebot, das ihnen dieselben Informationen auf Deutsch liefert. Vier Kontaktpunkte entscheiden: Exposé, Landingpage, Anfrageformular und die erste Antwort-Mail.

Fünf Hebel für Agenturen und Bauträger

Zwei gedruckte Immobilienunterlagen, eine mit Grundriss und Kostentabelle
Grundriss, Energieausweis, Kostenaufstellung: das sucht der deutsche Käufer. (KI-generiertes Bild)

1. Deutsche Unterlagen statt übersetzter Exposés

Nutz- und Baufläche sauber getrennt, Grundriss, Energieausweis, eine Aufstellung von Kaufpreis und Nebenkosten und bei Neubau der Zeitplan bis zur Übergabe. In Andalusien verlangt das Verbraucherrecht (Decreto 218/2005) ohnehin einen großen Teil dieser Angaben. Wer sie auf Deutsch aufbereitet, erfüllt die Pflicht und liefert gleichzeitig genau das, was dieser Käufer sucht.

2. Kosten- und Rechtsfragen beantworten, bevor sie gestellt werden

NIE-Nummer, Grunderwerbsteuer oder Mehrwertsteuer, Notar, Grundbuch, Finanzierung für Nichtresidenten: Diese Fragen kommen sicher. Ein kurzer deutschsprachiger Leitfaden zu Ihrem Objekt, gemeinsam mit einer Kanzlei oder einem Finanzierungsberater erstellt, beantwortet sie, bevor sie zum Hindernis werden. Steuer- und Rechtsinhalte vor der Veröffentlichung fachlich prüfen lassen und mit Stand versehen.

3. Dort sichtbar sein, wo recherchiert wird

Portale zeigen das Objekt. Was sie selten liefern, ist der Kontext: Marktentwicklung, Lage, Kaufablauf, Ansprechpartner. Diesen Kontext sucht der deutsche Käufer in redaktionellen Inhalten. Präsenz in einem deutschsprachigen Fachmedium neben dem Portal-Inserat schließt genau diese Lücke.

4. Print dort, wo DACH-Urlauber sind

Ein Teil der zwölf Millionen deutschen Urlauber verbringt seine Ferien an der Costa del Sol. Dort sucht er nicht auf Portalen, sondern bewegt sich vor Ort. Gedruckte Unterlagen in Hotels, Restaurants, Golfclubs und Praxen, in denen deutsche Gäste und Residenten verkehren, erreichen ihn im ersten Kontaktfenster. Ein QR-Code auf jedem Druckstück verbindet beide Fenster und macht messbar, was sonst Bauchgefühl bleibt.

5. Ein fester deutschsprachiger Ansprechpartner

Wer auf Deutsch anfragt, erwartet eine Antwort auf Deutsch – am besten mit Namen und Durchwahl. Legen Sie fest, wer deutsche Anfragen bearbeitet und in welcher Zeit. Fehlt die Sprache im Team, kann ein deutschsprachiger Partner wie eine Kanzlei oder ein Berater die erste Strecke übernehmen.

Wo Spanientrends ins Spiel kommt

Spanientrends ist das deutschsprachige Redaktionsportal von ADS Marketing für Immobilien an der Costa del Sol, kein Immobilienportal. Es begleitet Käufer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz von der ersten Recherche bis zur Kaufentscheidung – mit Marktberichten, Ratgebern zu Kauf und Recht und ausgewählten Projekten.

Für Ihre Agentur heißt das: Unsere Redaktion stellt Ihr Unternehmen und Ihre Objekte auf Deutsch vor, mit eigenem Anfrageformular und einem Interview. Dazu kommt die Präsenz in der gedruckten Spanientrends-Broschüre mit persönlichem QR-Code, ausgelegt an Orten, an denen deutsche Urlauber und Residenten verkehren, und einmal im Quartal ein Bericht über die weitergeleiteten Anfragen. Partnerinhalte sind gekennzeichnet. Vor der Veröffentlichung prüfen Sie alle Fakten und geben sie frei.

Spanientrends für Ihre Agentur

Redaktionelle Seite auf Deutsch, Broschüre mit persönlichem QR-Code und Quartalsbericht über weitergeleitete Anfragen. Einführungspreise 2027 ab 200 € pro Monat.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist der Anteil deutscher Käufer in Spanien?

Im 2. Quartal 2026 entfielen 6,11 % aller Wohnungskäufe durch Ausländer auf Deutsche, Platz 3 nach Briten und Niederländern. Insgesamt gingen 15,98 % aller Wohnungskäufe in Spanien an Ausländer, in der Provinz Málaga 37,01 % (Colegio de Registradores).

Fragen deutsche Käufer häufiger eine Finanzierung in Spanien an als andere Nationalitäten?

Beim Vermittler idealista/hipotecas stammten im 2. Quartal 2026 15,6 % der Hypothekenanfragen von Nichtresidenten aus Deutschland, vor Großbritannien (10,6 %) und der Schweiz (9,4 %). Das sind Anfragen, keine abgeschlossenen Finanzierungen.

Reicht eine englische Website für Käufer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Für den ersten Kontakt oft nicht. In einer Studie von CSA Research gaben 40 % der Befragten an, nie auf Websites in einer anderen Sprache zu kaufen. Mindestens Exposé, Landingpage und Anfrageformular sollten auf Deutsch vorliegen.

Was kostet eine Präsenz auf Spanientrends?

Die Einführungspreise 2027 liegen bei 300 € pro Monat für Immobilienagenturen, 100 € pro Monat plus 100 € je Projekt für Bauträger und Masterbroker und 200 € pro Monat für Experten und Dienstleister, jeweils zzgl. IVA und bei einer Mindestlaufzeit von 6 Monaten. Alle Details stehen in den Mediadaten.

Zum Schluss

Der deutsche Käufer ist nicht schwer zu erreichen. Er ist nur früh unterwegs und will es genau wissen. Wer ihm in dieser Phase klare Antworten auf Deutsch gibt, steht auf seiner Liste, bevor er das erste Mal anruft.

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Quellen